6 Tipps für eine zukunftsorientierte und -fähige Führung

22.09.2017

Tipp 1: Ziele klar formulieren und bei Bedarf neu justieren

Erfolg setzt (gemeinsame) Ziele voraus, die klar, verständlich und transparent sind. Doch wie solche Ziele formulieren, wenn sich die Rahmenbedingungen permanent ändern? Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern regelmäßig die Möglichkeiten zur Zielerreichung und überprüfen Sie, inwieweit die Ziele eventuell neu definiert werden sollten. Denn nur wenn die Ziele zwar anspruchsvoll, jedoch realistisch sind, werden sie von den Mitarbeitern akzeptiert.

Tipp 2: Partizipation ermöglichen, informieren und integrieren

Hochqualifizierte Mitarbeiter, die eigenverantwortlich handeln sollen, wollen mitreden und mitentscheiden. Das setzt neben einer umfassenden, zeitnahen Information einen partizipativen Führungsstil voraus, der auf die Kompetenz der Mitarbeiter vertraut. Durch das aktive Einbringen der eigenen Person findet eine permanente Weiterqualifizierung der Mitarbeiter statt; zudem steigen ihre Identifikation mit den Entscheidungen, ihre Motivation und ihr Verantwortungsgefühl.

Tipp 3: Vorbild sein und Sinn stiften

Mitarbeiter orientieren ihr Verhalten an dem ihrer Vorgesetzten. Leben Sie ihnen als Führungskraft vor, was Sie von ihnen erwarten. Thematisieren Sie die Werte der Firma sowie Ihre persönlichen Werte, und stellen Sie sicher, dass diese in Ihrem alltäglichen (Führungs-)Handeln erfahrbar sind. Denn nur dann sind Sie glaubwürdig und folgen Ihnen Ihre Mitarbeiter gerne – auch mit ihrem Verhalten.

Tipp 4: Neue Wege und Fehler zulassen

Beim Bemühen (auch künftig) Top-Qualität zu „produzieren“, müssen Fehler erlaubt sein. Denn nur dann trauen sich Mitarbeiter, auch mal vom tradierten Vorgehen abzuweichen und etwas Neues auszuprobieren, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln; zudem sprechen sie nur dann Fehler, Versäumnisse und Defizite offen an, die als Hebel für ein Steigern der Qualität genutzt werden können.

Tipp 5: Feedback geben und das Lernen fördern

Mitarbeiter beklagen oft, dass sie zu wenig Rückmeldung und nur selten ein Lob erhalten. Das heißt: Sie fühlen sich als Person mit ihrer Leistung nicht ausreichend wahrgenommen und gewertschätzt. Das schmälert ihre Motivation. Zudem mindert es ihre Chance zu lernen. Klären Sie mit Ihren Mitarbeitern, wie und wann sie ein Feedback über ihre Leistung, ihr Arbeitsverhalten usw. wünschen. Und denken Sie daran: Nicht nur für außergewöhnliche Leistungen kann man Mitarbeiter loben, sondern auch für scheinbare Selbstverständlichkeiten – zum Beispiel dafür, dass sie mitdenken. Oder dafür, dass sie auch mal länger dableiben, wenn es brennt.

Tipp 6: Sich selbst und die eigene Rolle reflektieren

Nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch deren Führungskräfte sollten regelmäßig ihr Verhalten reflektieren und sich zum Beispiel fragen: Ist mein (Führungs-)Verhalten noch der Situation angemessen? Wie kann ich mehr Wirkung entfalten? Wo besteht bei mir ein Lern-/Entwicklungsbedarf? Auch bezogen auf ihre Lernbereitschaft haben Führungskräfte eine Vorbildfunktion. Nehmen Sie sich also regelmäßig Auszeiten von der Hektik des Arbeitsalltags, um sich hierüber klar zu werden – damit Sie sozusagen einen Kompass für Ihre persönliche Entwicklung haben.

Und noch ein Tipp für Sie: Reflektieren Sie Ihr Führungsverhalten und Ihre Einstellung gegenüber anderen Menschen gegebenenfalls mit einer Ihnen vertrauten Person oder einem Coach. Denn nur so schaffen Sie es, sich treu zu bleiben, und Ihre (Führungs-)Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

Albrecht Müllerschön


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