Das kleine Einmaleins der Mitarbeitermotivation

05.08.2015

Eine Einsicht bringt nichts – nur wiederholte Einsichten

Der Alltag verführt uns immer wieder dazu, das Dringende vor dem Wichtigen zu tun. So auch bei der Mitarbeitermotivation. Dass Führungskräfte einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeitermotivation beitragen ist jedem klar. Trotzdem werden wichtige Verhaltensweisen hierzu immer wieder vergessen.
Deshalb hier zur Auffrischung das Wesentliche auf den Punkt gebracht.:

1. Wertschätzung

Alle Umfragen über alle Hierarchien hinweg zeigen, dass uns Menschen eine gegenseitige Wertschätzung besonders wichtig ist.
Jeder wird von sich behaupten, diese Art von Umgang miteinander auch zu pflegen. Wie sieht es aber in Situationen aus, in den der Mitarbeiter nicht so performt, wie sich das manche Führungskraft vorstellt. Ganz besonders dann, wenn sie selbst wegen dem Fehler eines Mitarbeiters kritisiert wird.
Bleibt dann der Ton, die Inhalte, der Blickkontakt noch wertschätzend? Tipp: Beobachten Sie sich hierzu. Gerade in schwierigen Situationen ist ein wertschätzender Umgang wichtig.

2. Lob, Anerkennung und Feedback

Alle Menschen warten auf Anerkennung und Lob, da wir wissen möchten wo wir stehen und ob unsere Bemühungen gesehen werden. Dies gibt Sicherheit und stärkt das Selbstvertrauen. Darüber hinaus wirkt dies zusätzlich wertschätzend. Tipp: Nicht die großen Lobeshymnen machen den Unterschied. Der kleine Nebensatz ist entscheidend. „Super Idee“, „Danke dass Sie das doch noch geschafft haben“. Feedback ist eine ausführlichere Rückmeldung, die sowohl Stärken als auch Schwächen und damit auch die Entwicklungsmöglichkeiten deutlich macht. Tipp: Beobachten Sie sich, ob Sie Feedback nach der folgenden Struktur geben:
  1. Was fällt mir auf?
  2. Wie wirkt es, bzw. welche Konsequenzen hat dies?
  3. Wie sollte es in Zukunft sein?

3. Klare Ziel bzw. Erwartungen

Ohne Ziele bzw. klare Erwartungen an die Mitarbeiter gibt es keine Erfolgserlebnisse und individuelle Freiheiten machen wenig Sinn. Darüber hinaus können Mitarbeiter eigenverantwortlicher arbeiten und entlasten Sie als Führungskraft. Tipp: Klären Sie mit Ihren Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen, ob die Aufgaben, Ziel und die Verantwortung der Abteilung und jedes einzelnen Mitarbeiters klar und verständlich sind. Die Frage zum Bsp. beim Delegieren: „Alles klar?“ bringt nicht. Es muss für Sie als Führungskraft klar sein, wie es der Mitarbeiter verstanden hat.

4. Gegenseitiges Vertrauen

Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis einer guten Zusammenarbeit. Wenn dieses nicht mehr vorhanden ist, wird das Potenzial nicht mehr genutzt und die Leistung geht zurück. Tipp: Reflektieren Sie sich, ob sie insgesamt ein Mensch sind, der gerne Vertrauen schenkt oder ob Sie eher auf der vorsichtigen oder kritischen Seite stehen. Die dazu notwenige Grundhaltung sollte sein. „Ich traue Dir solange, bis Du mich vom Gegenteil überzeugst“.(Dazu gehört auch Mut!) Prüfen Sie dann Ihr Vertrauen gegenüber jedem einzelnen Mitarbeiter und ob Sie sich auf sie verlassen können. Falls das Vertrauensverhältnis „gestört“ ist, sprechen Sie mit Ihrem Mitarbeiter, in einem vier Augen-Gespräch, über die Qualität der Zusammenarbeit und klären Sie die gegenseitigen Erwartungen.

5. Förderung der Zusammenarbeit

Nicht nur weil wir emotional den Kontakt und den Austausch mit anderen Menschen brauchen, sondern auch um Synergieeffekte zu ermöglichen, Transparenz sicher zu stellen, das gegenseitige Vertrauensverhältnis zu stärken etc., benötigen wir den persönlichen Austausch. Tipp: Machen Sie sich wieder bewusst, dass der einzige Grund die Firma zu gründen war: „Weil die Aufgaben nicht alleine gelöst werden können“. Wir müssen uns gegenseitig unterstützen und die Möglichkeiten schaffen, gemeinsam die Probleme angehen zu können. Vertreten Sie diese Haltung?

6. Work-Life-Balance und Telearbeitsplatz

Der Generationswechsel bringt es mit sich, dass Mitarbeiter mehr Wert auf eine Work-Life-Balance lagen. Und diese drückt sich nicht nur in der Arbeitszeit alleine aus, sondern auch darin, die Möglichkeit zu haben flexibel im Homeoffice zu arbeiten. Diese Vorteile binden die Mitarbeiter an die Firma und steigern nicht nur die Loyalität sondern auch die Leistungsbereitschaft. Tipp: Prüfen Sie, inwieweit Mitarbeiter wirklich flexible Arbeitszeiten haben und inwieweit sich Heimarbeitsplätze organisieren lassen bzw. setzen Sie sich dafür ein. Albrecht Müllerschön, managementberatung müllerschön

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