EU-Finanzrahmen ab 2014 – Weniger Geld für Innovationen in Deutschland?

11.02.2013
Zum ersten Mal in der Geschichte der EU wurde eine Kürzung des Haushaltes durchgesetzt, so sinken die Verpflichtungsermächtigungen auf 960 Mrd. Euro. Auch wenn die Details noch verhandelt werden und eine Zustimmung des Europäischen Parlamentes noch aussteht, so zeichnet sich bereits ab, dass die Mittel für Deutschland insgesamt sinken werden; dies wird sich auf die Förderprogramme in Deutschland auswirken, sowohl direkt als auch indirekt, da gleichzeitig die Schuldenbremsen in Bund und Ländern greifen und weitere Sparanstrengungen fordern werden. Allein auf EU Ebene stehen grundsätzlich sehr hohe Mittel für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Zusammenarbeit bereit, wenn denn die Antragskriterien erfüllt werden (vgl. Abbildung unten):
Wettbewerbsfähigkeit für Wachstum und Beschäftigung125.614
Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Zusammenhalt325.149
Nachhaltiges Wachstum: Natürliche Ressourcen373.179
Sicherheit und Unionsbürgerschaft15.686
Europa und die Welt58.704
Verwaltung61.629
Kompensationen27
Total in Mio. €959.988

Welche Reaktion ist die richtige für deutsche Unternehmen?

Lobbyarbeit und Hoffen wird wenig helfen, viele Berater empfehlen daher, die vorhandenen Fördertöpfe möglichst in diesem Jahr noch zu beanspruchen. Unternehmen sollten aus diesem Grund Innovationen und Investitionen umgehend angehen, was heißt: bringen Sie Ihre innovativen Ideen auf den Tisch und diskutieren Sie diese mit einem qualifizierten Berater um mögliche Förderungen noch 2013 zu beantragen. Bei der Vielzahl der Programme ist der Tag der Antragsstellung ausschlaggebend und nicht die Auszahlungsperiode. Unsere Empfehlung ist es daher: nehmen Sie das Jahr 2013 als Chance speziell für die Beschaffung von nicht rückzahlbaren und steuerfreien Sondermitteln wahr und legen Sie damit 2013 den Grundstein für eine positive innovative wie wirtschaftliche Unternehmensentwicklung. Innovative Unternehmen haben nicht umsonst jede Krise als Sieger gemeistert. Nehmen Sie daran teil! Sebastian Aman
Andreas Seeringer Der Autor Sebastian Aman (sa@tdalliance.com) ist Managing Partner bei TDALLIANCE (www.tdalliance.com) in Berlin. Er beschäftigt sich mit Finanzierung und kaufmännischer Strukturierung sowie Unternehmensnachfolge im Mittelstand. Andreas Seeringer (as@tdalliance.com) ist  Senior Associate für Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei TDALLIANCE.


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