Neun Tipps für das erfolgreiche Business Networking

10.05.2013

Persönliche Kompetenz vorausgesetzt, sind berufliche Karrieren zu ca. 60 % von den eigenen Beziehungen abhängig. Der Aufbau und die Pflege von Geschäftskontakten erfordert jedoch Zeit und Energie.
Nur durch einen systematischen Aufbau und der Pflege des eigenen Beziehungsnetzwerkes wird sich Ihr Erfolg einstellen.
Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie hier.
Entsprechend der Weisheit: „Von nichts, kommt nichts“ erfordert der Aufbau und die Pflege eines Business Networks Zeit und persönliches Engagement.
Deshalb hier einige Tipps, worauf Sie beim Business Networking achten sollten.

Tipp 1: Erfolgreiches Networking muss geplant werden

Analysieren Sie deshalb bevor Sie beginnen, wer für Sie wichtig ist, bzw. mit wem sich Kontakte (Personen oder Organisationen) direkt oder indirekt lohnen.
Voraussetzung dafür ist, seine eigenen beruflichen mittel - bzw. langfristigen Ziele zu kennen. Nur so können Sie planen, mit wem sich ein Beziehungsaufbau lohnt bzw. welche Zielgruppen Sie dabei unterstützen könnten.
Hilfreich hierzu ist es, im Internet die Ziele und Mitglieder der einzelnen Netzwerkgruppen zu analysieren. Es lassen sich u.A. folgende Netzwerke unterscheiden:

  • Offene Netzwerke: Für fast jeden zugänglich, wenige oder keine Bedingungen, niedrige oder keine Mitgliedsgebühren
  • Geschlossene Netzwerke: Häufig sehr speziell, privat oder von Firmen organsiert und nicht öffentlich zugänglich. Immer für eine ausgesuchte Gruppe von Menschen
  • Exklusive Netzwerke: Meist nur Aufnahme über Empfehlungen, hoher Anspruch an die Mitglieder: z.B. Small World 

Der Trend geht in Richtung branchenspezifische Events.
Man geht dort hin, wo man glaubt, dass die richtige Zielgruppe dabei ist. Nicht zu unterschätzen sind Messen, vor allem die abendlichen Vorträge und Partys bei denen praktischer Weise viele Menschen einer Zielgruppe aufeinander treffen.
Möglich ist es auch, dort z.B. als Referent vorzutragen, um sich so schnell in der Branche einen Namen zu machen.
Das gleiche trifft auf Kongresse zu. Die 100 mitgliederstärksten Internet-Plattformen mit z.T. Stammtischen finden Sie unter:
http://www.ruhrpottforum.de Die 10 größten Netzwerke finden Sie unter:
http://www.bild.de/10um10/2012/10-um-10/die-groessten-sozialen-netzwerke-in-deutschland-23403842.bild.html Ehemalige Bekannte finden sich z.B. in Alumni-Vereinigungen
http://alumni-clubs.net Empfehlungen

  • Suchen Sie sich Events aus, bei denen Sie möglichst niemanden kennen.
  • Gehen Sie nicht gleich zu Events, bei denen ein Misslingen Ihr Ruf schädigen könnte. Erst üben!
  • Gehen Sie zu Beginn zu Clubtreffen, Sporttreffen oder Stammtischen und fragen Sie, wer beim nächsten Mal wieder dabei sein wird und kündigen Sie an, dass Sie auch kommen. 

Tipp 2: Eine gute Vorbereitung ist wichtig

Bei den einzelnen Netzwerken sind für Sie oft nur einzelne Personen interessant. Deshalb lohnt es sich im Vorfeld, sich über das Internet (Xing, Face Book, LinkedIn, auch Google Bilder) oder über Kollegen zu informieren. Dadurch erhalten Sie einen konkreten Aufhänger und können so die Person direkt auf ihr Hobby, Vortrag o.ä. ansprechen. Gehen Sie dabei davon aus, dass sich die meisten Personen dadurch geschmeichelt fühlen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, haben Sie nichts verloren.

Tipp 3: Qualität zählt, nicht Masse

Auch wenn Facebook und Co. etwas anderes vortäuschen, zu Menschen lassen sich dadurch zwar Kontakte herstellen, jedoch kein Vertrauen aufbauen.
Ihre Zeit ist begrenzt. Deshalb sollten Sie in für Sie nutzbringende Kontakte investieren.
Weniger ist auch hier mehr!

Tipp 4: Zeit fürs Networking einplanen!

Ein gutes Netzwerk müssen Sie sich erarbeiten!
Wer aus Zeitmangel nie plant, andere kennenzulernen bzw. sie wieder zu treffen, hat kaum eine Chance, sein Netzwerk zu erweitern.
Dies gilt besonders auch für bestehende Kunden, die nicht nur dann kontaktiert werden sollten, wenn es um einen neuen Auftrag geht.

Tipp 5: Kontakte systematisch ausbauen und diese vernetzen

Denken Sie beim Business Networking immer daran: Ein Kontakt (besonders ein Internet Kontakt) ist noch keine vertrauensvolle Beziehung. Um dies zu erreichen, brauchen Sie Zeit. Nur so haben Sie die Chance, durch bestehende Kontakte, neue knüpfen zu können. Gelingen wird Ihnen dies jedoch nur dann, wenn Sie zu Ihren Kontakten im Laufe der Zeit eine (fast) freundschaftliche und ehrliche Beziehung entwickeln und so auch zu Events deren Kontakte eingeladen werden und Sie selbst auch einladen. Der Einzelhandel nutz diesen systematischen Kontaktaufbau durch das sogenannte Empfehlungsgeschäft. Immer dann, wenn Sie um eine Geschäftsadresse fragen, er Ihnen ein Tipp gibt und die Bitte ausspricht, demjenigen einen Gruß auszurichten. Erfolgreiche Kontaktpfleger, machen dies systematisch und tragen sich z.B. einen Wiederanruf in ihren Kalender ein.

Tipp 6: Gut drauf sein, steckt an

Networking als reines Tool angewandt, bringt wenig. Wenn Sie selbst kein wirkliches Interesse an dem Kontakt mit für Sie potenziell wichtigen Personen haben und Sie dabei keine positive und „leichte“ Stimmung ausstrahlen, wird der Erfolg sehr wahrscheinlich ausbleiben. Lassen Sie deshalb das Networking, wenn Sie schlecht drauf sind. Da extrovertierte Persönlichkeiten zwar oft „besser drauf sind“ gelingt es ihnen leichter einen Kontakt herzustellen. Sie haben aber oft Mühe, diesen auch kontinuierlich zu pflegen.
Grundsätzlich kann jedoch jeder das eigene Netzwerk gezielt ausbauen und nutzen.

Tipp 7: Wertschätzend kommunizieren und Interesse zeigen

Beim Networking geht es nicht darum, kurzfristig zum Erfolg zu kommen. Es geht darum, auf Dauer tragfähige und wertschätzende Beziehungen zu anderen aufzubauen. Dies setzt eine konstruktive Neugier an den „Zielpersonen“ voraus. Dies schaffen Sie nur dann, wenn Sie zuhören und Fragen stellen, ohne sich selbst ins Rampenlicht zu stellen.
Nur so gelingt es Ihnen, Gemeinsamkeiten festzustellen und diese gezielt zu nutzen.
Wertschätzend wirken Komplimente und Lob. Nicht nur wegen der Wertschätzung, sondern besonders wegen dem Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses, ist es trotzdem notwendig, auch von sich selbst etwas preiszugeben. Denn Vertrauen setzt Offenheit voraus. Schaffen Sie eine Balance zwischen Geben und Nehmen!

Tipp 8: Networking ist kein Nullsummenspiel

Natürlich geht es beim Networking ums Geschäft. Aber auch Geschäftsbeziehungen müssen wachsen und diese brauchen Zeit. Deshalb überstürzen Sie nichts. Wer jedoch immer eine innere Bilanz von Geben und Nehmen aufstellt und alles aufrechnet, hat wenige Chancen, ein gutes Netzwerk zu entwickeln. Deshalb müssen Sie in Vorleistung gehen. Wer stets etwas will, aber selten etwas gibt, wirkt schnell unsympathisch. Der andere muss von Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen profitieren, sonst sieht er keinen Nutzen und stellt die Beziehung wieder ein. So können Sie bei Problemen des anderen z.B. von ihren eigene Erfahrungen berichten oder eine Empfehlung für einen Spezialisten, mit dem Sie z.B. selbst gute Erfahrungen gemacht haben, aussprechen. Dies schafft Vertrauen und führt dazu, dass die Beziehung immer offener wird. Networking ist erst einmal eine Investition, bei der anfangs niemand weiß, ob sie sich auszahlen wird.

Tipp 9: Überprüfen Sie Ihre Kontakte ab und zu kritisch

Zumindest geschäftlich gesehen macht es keinen Sinn, mit jemandem Kontakt zu halten, der keine gemeinsame Zukunft verspricht. Lassen Sie deshalb solche Beziehungen langsam und höflich, entsprechend dem Motto: „Man sieht sich immer zweimal im Leben“, einschlafen. Albrecht Müllerschön


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