Schützen Sie sich jetzt vor Panik und Ängsten. Was können Sie selbst tun?

24.03.2020

Aktuell nimmt uns der Alltag viel an gewohnten Sicherheiten und darüber hinaus ist die Zukunft im Moment nur schwer zu prognostizieren.
Solche Situationen lösen bei uns Menschen Unsicherheit und Ängste aus [merkwürdig wäre es, wenn diese nicht vorkommen würden]. Ggg. können diese Ängste soweit gehen, dass mit Panik reagiert wird. Diese sehr starke Reaktion kann vorkommen, wenn scheinbar unbeherrschbare Situationen, als lebensbedrohlich und existenzbedrohend wahrgenommen werden. 
Die Frage hierbei ist, wie können wir gefasst und besonnen, mit solchen Situationen umgehen?

Die meisten Menschen haben in Stresssituationen das Bedürfnis, an möglichst viele Informationen zu kommen, weil sie dadurch das Bedürfnis stillen wollen, nichts Wichtiges übersehen zu haben. Dieses Verhalten gibt uns auch das Gefühl, überhaupt etwas zu tun (nicht untätig zu sein), auch wenn es ggf. kontraproduktiv ist.

Das Wichtigste: Reduzieren Sie Ihre Social-Media Aktivitäten

Durch die Sozialen Medien, haben wir heute ständig die Möglichkeiten, an neue Informationen zu kommen. Wir können das Bedürfnis nach Input ständig und einfach befriedigen. Wir sind durch unser Smartphone fast immer online.

Die Frage ist nur: Tut uns das in der aktuellen Situation gut?

Meine Empfehlung: Informieren Sie sich bei wichtigen und seriösen Informationsplattformen und schalten Sie alle weiteren Infokanäle aus. Das können Sie max. 2 – 3 mal pro Tag tun. Damit sind Sie auf dem Laufenden. Mehr Informationen helfen Ihnen im Moment nicht weiter.
Schalten Sie mindestens die Push-Nachrichten aus. Die Push–Nachrichten sorgen dafür, dass das Thema Pandemie oder Epidemie immer aktuell bleibt und damit die Unsicherheit und die Ängste schüren. Gesteigert wird die Wirkung dadurch, dass viele Nachrichten sehr emotional und aufreißerisch formuliert sind, weil die Verfasser damit Quote machen - oder sich selbst „wichtigmachen“ wollen.

Verschärft werden die Flut an Nachrichten auch mit Fake-News. Geschrieben von Menschen, die damit ihre eigenen Ziele verfolgen oder aber von Menschen verfasst, die selbst panisch reagieren und damit ihr gesamtes Umfeld nervös machen.
Distanzieren Sie sich von solchen Menschen oder aber hören Sie auf, ständig über Facebook oder WhatsApp oder was sonst noch, sich von dem Thema aufputschen zu lassen.
Distanzieren Sie sich von solchen Menschen und unterhalten Sie sich mit denen, die überlegt, souverän und konstruktiv denken und handeln.

Geben Sie sich die Erlaubnis, besser sogar, zwingen Sie sich, „nicht schon wieder irgendeine Info“ auf Ihrem Handy zu lesen. Auch wenn es einfach zu sagen ist, „dass sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen“, der Blick nach hinten: „Hätte ich doch…“, „Wenn ich nur nicht …“, bringt nichts.
Das Leben gestaltet sich in der Zukunft. Entscheidend ist jetzt, dass Sie sich mit Themen der Zukunft beschäftigen. Das sind Fragen wie: Was wird, wenn die Krise vorbei ist? Wie kann ich mich einbringen? Was werde ich in Zukunft anders machen?
Das Leben geht weiter und die Auseinandersetzung mit der Zukunft, gibt Mut, Zuversicht und Kraft.

Ich wünsche Ihnen alles Gute

Dr. Albrecht Müllerschön, Dipl. Psychologe und Business Coach, https://www.muellerschoen-beratung.de/


Ähnliche Beiträge

Wir brauchen Querdenker zur Transformation - Aber wo seid Ihr?

Hat man sie übersehen, entlassen, mundtot gemacht? Heute sind sie nötiger denn je. Sie sind unbequem, frisch, mutig und provozieren. Ohne diese Mitarbeiter werden Sie zu wenig „anders“, ohne sie wird es schwer, einen Wandel erfolgreich zu schaffen.


Flops bei der Personalauswahl vermeiden

Wenn Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen, merken sie zuweilen nach einiger Zeit: Der Neue ist doch nicht der Top-Kandidat. Dann trennen sich die Wege wieder. Tipps, wie Sie solche Pannen bei der Personalauswahl vermeiden ...


Sinnvolle Werkzeuge für agile & erfolgreiche Zusammenarbeit im Team

Durch die hohe Dynamik und der Komplexität in Betrieben, wird auch das Team immer wieder neuen Belastungsproben ausgesetzt. Das zerrt auch an den emotionalen Beziehungen zwischen den Teammitgliedern selbst und kann schnell zu einer Verschlechterung der Zusammenarbeit und des Vertrauens führen....


müllerschön - springende Männchen