Was Sie als Führungskraft tun können, um Ihr Team zu stärken

29.09.2014
Teams sind heute stetig steigenden Herausforderungen ausgesetzt. Kostendruck, Informationsüberflutung, Wettbewerbsdruck und zunehmende Komplexität und Dynamik nehmen weiter zu. Wie können es Teams schaffen, unter diesem Druck dauerhaft leistungsfähig zu bleiben? Und was können Sie als Führungskraft tun, um eine Zusammenarbeit so zu gestalten, dass keiner an den vielen Aufgaben ausbrennt? Haben Sie überhaupt Einfluss darauf? Das haben Sie. Und nicht zu wenig. Eigenschaften wie Widerstandsfähigkeit, Flexibilität, Belastungsfähigkeit und Optimismus sind Fähigkeiten, die in dieser herausfordernden Zeit dringender denn je gebraucht werden. Diese Fähigkeiten werden auch unter dem Begriff "Resilienz" beschrieben. Führungsverhalten und Teamresilienz stehen dabei in einem direkten Zusammenhang. Wie wissenschaftliche Studien ("Führung und Gesundheit" Bertelsmann-Stiftung), Analysen von Mitarbeiterbefragungen, aber auch die schlichten Alltagserfahrungen zeigen, haben den größten Einfluss auf Gesundheit, Belastung und Balance von Mittarbeitern sogenannte weiche Faktoren wie die Qualität von Kommunikation, Beziehungsgestaltung, Wertschätzung und wahrgenommene Gestaltungsspielräume – alles klassische Führungsfaktoren und Faktoren auf die Sie als Führungskraft direkt Einfluss nehmen können. Sie können die Rahmenbedingungen dafür so gestalten, dass die Entstehung einer gesunden Teamkultur gewährleistet ist. Die Gestaltung dieser Rahmenbedingungen setzt allerdings voraus, dass Sie als Führungskraft eine eigene Haltung zu diesen Themen entwickelt haben. Ansonsten verlaufen selbst die besten Maßnahmen schnell im Sande.
In Ihrer Rolle als Führungskraft haben Sie diesbezüglich auch Vorbildfunktion. Eine verlässliche Beziehung zu den Mitarbeitern aufzubauen wäre schwierig, wenn Sie Erwartungen wie z.B. transparenter Informationsfluss bei Ihren Mitarbeitern voraussetzen und im Gegenzug keine relevanten Informationen weitergeben. Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, da wird das Engagement ihrer Mitarbeiter zum Thema Informationsfluss auch abnehmen. Folgende Punkte sind Eigenschaften resilienter Teams und zeigen Ihnen einige der Themen auf, bei denen Sie als Führungskraft Gestalter sind bzw. die Resilienz Ihres Teams steigern können:
  • Mitarbeiter haben Einfluss auf Entscheidungsprozesse.
  • Wertschätzung, Vertrauen und Loyalität sind Werte die im Umgang gepflegt werden.
  • Schwierige Situationen werden ehrlich und lösungsorientiert angesprochen.
  • Sie zeigen ehrliches Interesse an Ihren Mitarbeitern.
  • Kritik wird sachlich und nicht persönlich angesprochen.
  • Erfolge werden gemeinsam gefeiert.
  • Mitarbeiter bekommen regelmäßiges Feedback und werden auch außerhalb von Mitarbeitergesprächen gelobt.
  • Das Team hat ein gemeinsames Verständnis über das Ziel.
  • Jedes Teammitglied kann seinen eigenen Beitrag zum Gesamtergebnis erkennen.
  • Aufgabengebiete, Zuständigkeiten und Verantwortungen müssen klar kommuniziert und transparent sein.
  • Ziele der einzelnen Mitarbeiter müssen transparent und klar kommuniziert werden.
  • Machen Sie jedem Mitarbeiter seinen ganz persönlicher Beitrag zur Zielerreichung bewusst.
  • Dem Team sind gemeinsame Stärken und Schwächen bewusst.
  • Haben Sie ein offenes Ohr für die persönlichen Anliegen Ihrer Mitarbeiter?
Außerhalb des beruflichen Alltags hat jeder die Möglichkeit, durch die Gestaltung seines Privatlebens und seiner Freizeit, seine Batterien wieder aufzuladen.
Aber auch dort wo wir viel Energie verbrauchen, müssen wir ganz einfach auch dafür sorgen, dass die Batterien wieder aufgeladen werden.
Nur wer an dieser Stelle für sich selber sorgt, kann dies auch auf anderer Ebene für andere tun. Die Wichtigkeit dessen können Sie Ihren Mitarbeitern nur durch Ihr Vorbild vor Augen führen. Hält die Führungskraft Pausen und Entspannung für wichtig, fällt es den Mitarbeitern auch leichter, sich darauf einzulassen und für die eigene Balance zu sorgen. Heute wissen wir, dass nur dann Leistung auf Dauer erbracht werden kann, wenn es regelmäßige Erholungsphasen gibt. Und das wollen wir doch alle. Für uns und unsere Mitarbeiter. Christina Seitter, Unternehmensberatung müllerschön

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